Hausgemeinschaftskonzept

Im Haus St. Michael werden wir ein Hausgemeinschaftskonzept umsetzen, mit dem wir in unseren anderen Einrichtungen sehr positive Erfahrungen gemacht haben. Ziel dieses Konzeptes ist die Aufhebung der Trennung zwischen den Bereichen Hauswirtschaft, Pflege und sozialer Betreuung. Dabei beruht das Konzept der Hausgemeinschaft auf folgenden Kernelementen:
Dezentralisierung bedeutet, dass die Hausgemeinschaften weitgehend selbständig sind. Es gibt einen strukturierten Tagesablauf, der sich an den Interessen und Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner ausrichtet. Damit haben die Mitglieder einer Hausgemeinschaft ein hohes Maß an Selbstbestimmung.

In jeder Hausgemeinschaft gibt es einen Alltagsbegleiter, der als fester Ansprechpartner für die Mitglieder der Hausgemeinschaft dient. Diese Person ist verantwortlich für die Alltagsorganisation innerhalb der Gruppe. Sie stärkt die einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner in ihren Kompetenzen oder gleicht Defizite in den Fähigkeiten aus.

Das Prinzip der Normalisierung bedeutet, dass es sich bei der Hausgemeinschaft um eine familienähnliche Wohn- und Lebensform handelt, die den Menschen vertraut ist. Sie gehen gewohnten Tätigkeiten nach, die sie von früher her kennen. Das gibt ihnen Sicherheit und ein Gefühl des Wiedererkennens.
Das Konzept der Hausgemeinschaften ist grundsätzlich für pflegebedürftige ältere Menschen aller Pflegestufen geeignet. Jede Hausgemeinschaft umfasst rund 14 Bewohnerinnen und Bewohner. Die Erfahrungen zeigen, dass insbesondere Menschen mit Demenz von einer solchen Betreuungsform profitieren.